Über die Geschichte des optisch-feinmechanischen Fachwerkstatt-Familienunternehmens der Karl Zanger & Söhne OHG, gegründet 1919 als Firma Zanger & Endres in Wetzlar, an ihren Standorten in Weilrod-Emmershausen und Weilmünster zwischen 1949 und 2012.
Eine Publikation des ROMARI-MUSEUMS
Museum für Naturkunde und Familienhistorie am CID Institut in Weilmünster
KI und die Neuen Technologien bringen es mit sich. Vieles bereits Zusammengetragene scheint heute verloren. Foto- und Textdateien mit einstmals eingescannten Bilddokumenten und bereits verfassten Texten von Gedächtnisprotokollen zu der von der Nachfolgegeneration der Fabrik-Gründer verbal weitergegebenen Geschichte der Unternehmensgründung sind auf den Speichermedien nicht mehr aufzufinden, scheinen wie von Geisterhand gelöscht worden zu sein. Elektronische Spürhunde müssen da am Werk sein, die selektiv Daten zur Zanger OHG aufspüren und dann für den Ersteller selbst unzugänglich machen, während anderenorts ein artifizielles Geschichtsbild erzeugt wird, in welchem vermutlich der ureigentlichen Unternehmer-Familie bekannte Details keinen Platz mehr haben.
93 Jahre deutscher Geschichte überbrückte die metallverarbeitende Fachwerkstatt von ihrem Gründungsjahr 1919 bis zum Tode der letzten Unternehmerin des Familienbetriebes im Jahre 2012. Eine Geschichte, die besetzt gewesen sein muss von kleinen und grossen Erfolgen und Niederlagen, Auseinandersetzungen und vielversprechendem Wachstum zu einem internationalen Exportunternehmen für optische Präzisionsinstrumente, Mikroskope, das schon in den 1930iger Jahren weltweit seine Produkte vertrieb, unter anderem nach Karatschi in Pakistan, wie alten Kladden mit Lieferscheinen zu entnehmen war, die heute nicht mehr existieren.
Die Unternehmensgründer, Karl Zanger und Herr Endres, die aus dem Ausbildungsbetrieb der Leitz AG kommend im Jahre 1919 in Wetzlar ein eigenes feinmechanisches Unternehmen zum Bau von Mikroskopen gründeten, müssen sich in der frühen Zeit des Aufbaues ihres eigenen Betriebes mit hier undokumentierten patentrechtlichen Verfahren auseinanderzusetzen gehabt haben. Angeblich klagte die Ernst Leitz AG gegen die spätere Firma Zanger und warf dieser vor, die unter dem Firmennamen Zanger & Endres von dieser Firma gebauten Mikroskope seien Plagiate von Leitz Produkten, Kopien der Formen von Optischen Präzisionsgeräten, die ebenso baugleich auch von der Leitz AG hergestellt worden waren, ein Vorwurf dessen Verfahrensausgang hier unbekannt ist und der vermutlich aussergerichtlich in den 1950iger Jahren beigelegt wurde.
Es folgten 1933 bis 1945 die Jahre des Faschismus und des Zweiten Weltkriegs, wohl die desaströseste Zeit für das Unternehmen in seiner gesamten Firmengeschichte. Zuerst wurden die im Familienbetrieb zu Werkstatt- und Bürokräften ausgebildeten 4 Kinder der Gründerfamilie Zanger im Alter von 20 bis 25 Jahren allesamt zu Kriegsdiensten von der Wehrmacht eingezogen, was die Firmenentwicklung während der Kriegsjahre mit Sicherheit negativ beeinflusst haben muss. 1943-44 wurde dann, so ist durch zahlreiche familiäre Gespräche aus den 1960iger Jahren belegt, der Kompagnon und Mitinhaber der Fabrik, Herr Endres, von der Gestapo in Wetzlar verhaftet und ermordet, angeblich auf Grund einer Emotionalität der Gattin des zweiten Firmeneigners Karl Zanger, die unvorsichtigerweise ausplaudert haben soll, dass die Familie Endres zu Hause Radiosendungen des „englischen Feindsenders“ BBC mitgehört hätte. Schliesslich soll im Jahre 1944 bei einem der alliierten Luftangriffe auf Wetzlar eine Bombe das Fabrikgebäude der Zanger & Endres Fabrik in der Hessenstrasse 1, am Standort des heutigen Fahrrad-Geschäftes Sarges nahe des Ufers der Dill, zerstört haben - ein Ereignis, dass das Ende der Mikroskop-Produktion dieses Unternehmens in der westdeutschen Stadt der Optik markierte.
Die Unternehmers-Familie Zanger verliess daraufhin die Stadt Wetzlar und liess sich zu Kriegsende 1945 im 25 Kilometer südwestlich der Stadt gelegenen Weiltal nieder, wo der in Deutschland verbliebenen Familienteil auf die Rückkehr der kriegsbedingt noch abwesenden Söhne und Töchter wartete und unmittelbar auch mit dem Wiederaufbau der Produktionsanlagen in einem ehemaligen Tanzsaal der Gemeinde Emmershausen begann. Phänomenal für Ort und Umstände des Wiederaufbaues muss sich in den Folgejahren bis 1968 dann die Firmenentwicklung der kleinen, schnell wieder international vernetzten Fabrik abgespielt haben, die in kürzester Zeit eine beachtliche Zahl von ortsansässigen Fachkräften zu Feinmechanikern ausbildete, neue Rohmateriallieferanten, Bauteil-Weiterverarbeitungsfirmen und Produktabnehmer fand, Liefer- und Reparaturservice aufbaute und den Lebensstandart der Unternehmersfamilie und derer Angestellten in den Nachkriegsjahren beachtlich schnell anwachsen liess.
Produktdatenblätter für monokulare Mikroskope der Baureihe AK in französischer und spanischer Sprache sowie der Baureihe C VI in deutscher Sprache aus den 1950iger Jahren herausgegeben am Produktions-Standort Emmershausen
Gesamtpreisliste für monokulare und binokulare Mikroskope aller Baureihen sowie Optik und präzisionsmechanische Zubehörteile aus dem Jahre 1965/66 herausgegeben am Produktionsstandort Emmershausen
Der wirtschaftliche Erfolg der nun Karl Zanger & Söhne OHG genannten Firma, die zunehmende Nachfrage nach deren Optisch-feinmechanischen Präzisionsinstrumenten insbesondere auch aus dem Ausland und die daraus sich ableitenden Wachstumsprognosen für die Zukunft erreichten allerdings schnell die Grenzen des Verwirklichbaren, denn der nun „Zanger´s Saal“ genannte Produktionsraum entsprach eher einer improvisierten Produktionsstätte als dem vergleichbaren Standard der Werksgebäude und maschinellen Ausrüstung ähnlicher Fachunternehmen. Der Wunsch der Unternehmersfamilie nach der Rückkehr an den ursprünglichen Produktionsstandort und eine vergleichbare Modernisierung nahe den anderen Optikfachbetrieben im Wetzlarer Raum wuchs Mitte der 60iger Jahre in Emmershausen und kulminierte im Neubau der Fabrik „nur auf halbem Wege nach Wetzlar“ in den Jahren 1966-68 in Weilmünster und dort zumindestens auch in der Hessenstrasse - aber nicht an der Dill.
Katalog der monokularen Labor-Mikroskop Baureihen S1, S2, AK und AAK in englischer Sprache herausgegeben an den Produktionsstandorten Emmershausen und Weilmünster
Die neue, lichtdurchflutete, zweigeschossige, 400 Quadratmeter Produktions- und Verwaltungsfläche messende Fabrik am alsbald in Nassauer Strasse umbenannten Unternehmensstandort bot zwar dem optisch-feinmechanischen Fachwerk vorteilhaftere Räumlichkeiten, insbesondere einen staubfreien Raum für die „Justierung“ genannte, individuelle Einstellung der Optik an jedem der produzierten Mikroskope und zusätzlich die unmittelbare Nähe zu einem Bahnansschlusspunkt in Weilmünster, was die Speditionskosten für die Verfrachtung der Produkte reduzierte, doch summierten sich unternehmenstechnische Belastungen des Geschäftsbetriebes und die Wirtschaftlichkeitskalkulationen der langjährig eingearbeiteten Fach-Angestellten an ihrem neuen Werksstandort alsbald zu fatalen Faktoren einer insgesamten unternehmerischen Fehlentscheidung bei der Standortwahl und der Investition in den Fabrikneubau.
Die Verlagerung des Produktionsortes auf rund 15 Kilometer Distanz zu den Wohnorten der bisher in unmittelbarer Nachbarschaft des Unternehmens lebenden Angestellten, die so auf die Anschaffung eines PKW zum Erreichen ihres Arbeitsortes hatten verzichten können und bis dato auch ihr Mittagessen in ihre gewohnten, familiären Umgebung in Emmershausen hatten einnehmen können, erhöhte den Aufwand der in der Fabrik tätigen und gut eingearbeiteten Feinmechaniker. Vergleichbar dazu zahlte die Zanger OHG niedrigere Löhne als im Rhein-Main-Gebiet ansässige Grossunternehmen, so dass eine grosse Zahl Fachkräfte nach kurzer Zeit begann, zu anderen Arbeitgebern abzuwandern, was zur Folge hatte, dass ortsnah in Weilmünster neue Fachkräfte gesucht und langwierig eingearbeitet wereden mussten, so dass der Betriebsablauf durch dauernde Neueinweisungen gebremst wurde. Gleichzeitig erlaubte die finanzielle Belastung der Firmen-Bilanz durch die Abtragung der für den Fabrikneubau aufgenommenen Bankkredite keine ebenso wichtigen Investitionen in neue Maschinen – das Firmeninterior bestand weiterhin unverändert wie in Emmershausen aus noch zum Teil aus der 1944 zerbombten Wetzlarer Fabrikruine geretteten Dreh- und Fräsbänken, Bohr-, Schleif- und Graviermaschinen. Vergleichbare Produktionsstätten setzten aber seit Anfang der 1970iger Jahre zunehmend auf die Automatisierung insbesondere der arbeitsintensiven Dreh- und Fräsvorgänge und konnten so deutlich preisgünstiger produzieren und sich so auf dem Optikgerätemarkt gegen Billigprodukte aus asiatischen Ländern noch besser durchsetzen. Neben der standortbedingten Fachkraft-Abwanderung und dem technischen Moderinisierungsdefizit spielten auch die unternehmensinternen Faktoren der Schliessung des Bahnhofes in Weilmünster und des Rückzuges eines der beiden Unternehmer auf Grund einer Kriegsverletzung sowie der Tod des Firmengründers Karl Zanger in den den 1970iger Jahren eine wichtige Rolle für die weitere Unternehmensentwicklung.
Schlüsselszenarien aus diesem Zeitraum der Neukonstitution der ursprünglichen Wetzlarer Fabrik in Weilmünster in den 1970iger Jahren sind der zuerst primordiale Hoffnungsfaktor, den die neuaufgebauten und mit hochdotierten Lieferaufträgen verbundenen Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen aus Wetzlar und Caracas in Venezuela für die verbliebene Unternehmensleitung bestehend aus Rolf und Gertrud jun. Zanger begründeten. Die Optik-Firmen Pridat, eine neue, westdeutsche Unternehmensgründung infolge des „Freikaufes“ eines in Ostdeutschland wegen Republikflucht inhaftierten Sohnes eines langjährigen Geschäftspartners des Unternehmensgründers Karl Zanger und die Firmen Consolidada Cientifica und Tecnica Nuclear aus Caracas, eine Geschäftsbeziehung die vermutlich auf Grund von wirtschaftlichen Initiativen des ehemaligen Aussenwirtschaftsministeriums der ehemaligen DDR in Venezuela zu Stande kam, versprachen der Karl Zanger & Söhne OHG in Weilmünster hohe Gewinne für umfangreiche Lieferungen binokularer Mikroskope in der unternehmerischen Krisenphase der 1970iger.
Zwei grosse Wechselgeschäfte mit Consolidada platzten, die Wechsel über mehrere Lieferungen im Umfang von mehreren 10.000 DM gingen über die Weilmünsterer Hausbank des Unternehmens zu Protest, die Firma Zanger stand vor einem Desaster. Die optischen Geräte waren gefertigt und ausgeliefert worden, die dazugehörigen Materialrechnungen und Gehälter zu bezahlen neben den Kosten für die Gebäudekredit-Abtragung, doch die Einnahmen aus den Liefergeschäften blieben aus. Dazu entstanden Kosten für den Versuch gegen den Gläubiger in Venezuela dessen Zahlungsverpflichtung durchzusetzen. Wirtschaftsauskunftsunternehmen wurden bemüht, IHK, Wirtschaftsministerium und international tätige Banken eingeschaltet, Anwälte kontaktiert. Erst die Kontaktaufnahme mit einem international erfahrenen Wirtschaftspolitiker, dem damaligen CDU Schatzmeister und Rechtsanwalt Walther Leisler Kiep aus Kronberg, brachten aber erste Hoffnungsschimmer, dass die Forderungen auf Zahlung der Aussenstände durch Consolidada überhaupt durchsetzbar sein könnte, denn das Unternehmen, dass die optischen Instrumente aus Weilmünster erhalten hatte, hatte zwischenzeitlich in Caracas Konkurs angemeldet und dessen ehemaligen Eigner unter dem neuen Firmennamen Tecnica Nuclear eine neue Importfirma gegründet.
Die Dokumente, anhand derer im Firmenarchiv der Zanger OHG diese Vorgänge im Detail nachvollzogen werden könnten, sind in der Phase der Auflösung der Karl Zanger & Söhne OHG zwischen 2012 und 2018 mit unbekanntem Ziel verschwunden, so dass vermutlich nur noch die Auskunftei Schimmelpfeng Frankfurt, die Frankfurter Volksbank (frühere Volksbank Weilmünster), das damals unter Leitung von Heinz Herbert Karry stehende Hessische Wirtschaftsministerium, die Kanzlei Leisler Kiep, die IHK und – neben dem damals von Arbeitgeberpräsident Hans Martin Schleyer geleiteten Bundesverband der Arbeitgeber BDA - vermutlich eine Deutsche Grossbank, die um 1970/80 noch über eine Auslandsvertretung in Caracas verfügte (möglicherweise die Deutsch-Südamerikanische Bank DSB über die zwischen 1969 und 1977 von Jürgen Ponto geleitete Dresdner Bank Frankfurt), Träger von Daten zu den Wechselgeschäften mit der Firma Consolidada in Venezuela sind. Eine Detailaufklärung der sich aus diesem Konflikt ergebenden Konsequenzen und Kollateralereignisse kann daher auf Grund eigener Recherchen hier noch nicht geleistet werden. Spekulationen über mögliche weitergehende Ereignis-Zusammenhänge in der Öffentlichkeit sollen daher an dieser Stelle vorerst unterbleiben.
Parallel zu den problematischen Geschäftsbeziehungen mit Südamerika bestanden in den 1970iger Jahren zwei weitere, allerdings weniger relevante Konfliktlagen im Zusammenhang mit dem Neu-Firmenaufbau in Weilmünster. Zum einen lag dies an einer über das Amtsgericht Weilburg eingeleiteten Klage gegen die Baufirmen, die das 1969 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fabrikgebäude angelegte Wohnhaus eines der Fabrik-Direktoren errichtet hatten, und das nach seinem Bezug im Winter 1969/70 sofort eine Serie gravierender Baumängel aufwies, die das Wohngebäude eigentlich von Anbeginn an unbewohnbar machten. Da die betroffenen Baufirmen, die Fabrik und Wohnhaus errichtet hatten, ebenso wie die Mehrzahl der „alten“ Angestellten der Fabrik aus dem Herkunftsort des Unternehmens Emmershausen stammten, flossen Aspekte dieser Auseinandersetzung des Firmeneigentümers in betriebsinterne Diskussionen dieses Zeitraumes ein.
Die zweite Konfliktlage war sozialpolitischer Natur und leitete sich aus Arbeitskämpfen der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) ab, die in den 1970iger Jahren immer höhere Lohnforderungen für die Beschäftigten des Metallgewerbes durchzusetzen versuchte, was den Leistungsdruck auf das beim Neustart zuerst finanziell stark mit Bau-Schuldentilgung und den aus dem Südamerikageschäft fehlenden Einnahmen belastete Unternehmen überproportional erhöhte. Die nicht desweiteren organisierte Unternehmensleitung trat daher in Verbindung zum damals zwischen 1973 und 1977 von Hans Martin Schleyer geführten Arbeitgeberverband zur Stärkung der eigenen Verhandlungsposition.
Da sich die Durchsetzung der Leistung der aus zwei Gross-Lieferungen von Mikroskopen resultierenden Forderung gegen die beiden Firmen in Caracas durch die „Firma Zanger“ von Anfang der 1970iger Jahre bis in die späteren 1980iger Jahre hinzog, muss diesem Aspekt der Unternehmensgeschichte hier grössere untersuchende Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wichtigste Detailfrage ist dabei, auf welche Initiative hin die Geschäftsbeziehung zwischen dem relativ kleinen und im Vergleich zu moderner ausgestatteten Optik-Geräte-Produktionsbetrieben in Deutschland wenig bekannten Unternehmen aus Weilmünster und den Firmen Consolidada Cientifica und Tecnica Nuclear überhaupt zu Stande kam. Traditionell muss die Karl Zanger & Söhne OHG über langjährige, gute Kontakte zu Aussenwirtschaftstrukturen verfügt haben, denn das Unternehmen wurde regelmässig bei der Auftragsvergabe für optische Spezialprodukte berücksichtigt, die auch insbesondere in Dritt-Welt-Ländern beim Aufbau von Bildungseinrichtungen, Universitäten, Medizinischen Labors und insbesondere der behördlichen Hygiene-Kontrolle im Zusammenhang mit Lebensmittelexporten zwingend vorgeschrieben waren : Trichinen-Mikroskope. Ob es sich bei den Firmen in Caracas um Gründungen von in Venezuela niedergelassenen Auswanderern aus Deutschland gehandelt hat, die in Verbindung mit ost- oder westdeutschen „Seilschaften“ von „Entwicklungshilfestrukturen“ standen oder ob die Geschäftsbeziehungen über einen der wichtigsten ausländischen Handelspartner der Karl Zanger & Söhne OHG, den Medizingeräte-Ausstatter IMFER in Madrid, eingefädelt wurde, wäre ebenso zu untersuchen wie die auffällige Frage, aus welchem Grund sich die vermeintliche Rechtsposition von Consolidada Cientifica / Tecnica Nuclear ableitete, gegenüber der Karl Zanger & Söhne OHG bei zwei aufeinanderfolgenden Gross-Lieferungen die Bezahlung der erhaltenen Ware zu verweigern.
Weitergehende persönliche und geschäftliche Beziehungen der Fabrik für optische Präzisionsinstrumente in Weilmünster mit Südamerika bestanden in diesem Zeitraum nur zu einer Exil-Deutschen Firma in Brasilien (Blumenau), soweit hier bekannt ist. Andere, private und persönliche Kontakte des Unternehmens ins Nachbarland von Venezuela entwickelten sich erst ab 1977 durch die Beteiligung an einer aus Weilmünster vermittelten Gruppen-Patenschaft zu Kindern des SOS-Kinderdorfes in Bogota (1977-79) und mit Aufnahme einer Lebenspartnerschaft zu einer Kolumbianerin im Jahre 1982, welche – auf Grund ihrer Kenntnisse der spanischen Sprache – aber durch Einschaltung in die Übersetzung der Unternehmenskorrespondenz mit Venezuela auch in Zusammenhang mit der Forderungsangelegenheit geriet.
Textredaktion : Dipl. Biol. Peter Ulrich Zanger
Aktualisierungsstand : Sonntag, 15. März 2026 20:49




